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Montag, 2. Juni 2008

Realschule Waghäusel erarbeitet Raumkonzept

„Arbeitskreis Sporthalle“ gegründet

Die Elternschaft der Johann-Peter-Hebel-Realschule fordert einen zeitgemäßen, modernen und lehrplanmäßigen Sportunterricht. Um die konkreten Bedürfnisse der Realschule zu definieren, wurde ein Arbeitskreis bestehend aus Lehrern, Schulleitung, Schülervertretern und Eltern gegründet.

Bei einer Sitzung des Arbeitskreises „Sporthalle“ wurde nun seitens der Schule ein Raumkonzept erarbeitet, das der Verwaltung der Gemeinde als Grundlage für die weiteren Planungen diesen soll. Um einen modernen, lehrplanmäßigen Unterricht in einer Schule mit mittlerweile über 700 Schülern zu gewährleisten, ist nach Auffassung der Schule eine dreiteilige Halle unabdingbar. Ein Kraftraum, großzügige Geräteräume, ausreichend große Umkleideräume, moderne Sanitäranlagen, ein gutes Belüftungssystem sowie ein Sanitätsraum sollten dazugehören.

„Der Schulsport wird im Rahmen der schulischen Gesundheitserziehung immer wichtiger. Das Minimum von drei Stunden Sport in der Woche sollte daher für alle Schülerinnen und Schüler gewährleistet sein“, so die Vorsitzende des Elternbeirats Ursel Scheurer. Dazu müssen aber die notwendigen räumlichen Rahmenbedingungen für den Schulsport vorhanden sein.
Damit die Halle auch als Aula und für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann, sollten auf jeden Fall eine Bühne, Möglichkeiten für die Bewirtschaftung, Abstellräume für Instrumente und Requisiten, eine gute Beschallungs- und Beleuchtungsanlage sowie sanitäre Anlagen und eine Garderobe für Publikumsverkehr berücksichtigt werden. Die Schule hätte dadurch künftig endlich die Möglichkeit, sonstige schulische oder außerschulische Veranstaltungen witterungsunabhängig durchzuführen.

„Schulfeiern, Themenelternabende, Informationsveranstaltungen, Tage der offenen Tür und Konzerte sind wichtige Bestandteile des schulischen Lebens. Sie stellen eine Bereicherung des Schulalltags dar und ermöglichen den Eltern und der Bevölkerung, am Schulleben teilzuhaben“, so die Vorsitzende.

Die Eltern der Johann-Peter-Hebel-Realschule, vermissen diese notwendigen Rahmenbedingungen und dies bereits seit Jahren! In unmittelbarer Schulnähe steht keine geeignete Halle für den Sportunterricht zur Verfügung. Für die Fahrten zu den Sporthallen in Kirrlach und Wiesental muss insgesamt eine halbe Stunde Fahrtzeit ein-geplant werden. Bei einer Doppelstunde Sport verbleiben somit lediglich noch 60 Minuten für den eigentlichen Unterricht und es entstehen zusätzliche Kosten für die Fahrt. Für Einzel-stunden ist diese Variante völlig ungeeignet. Die bisher für den Sportunterricht genutzte SSV-Halle bietet nur Kapazität für eine Sportgruppe und weist eine Vielzahl von Mängeln auf.

„Wenn man sich die heutigen Anforderungen und Vorschriften für den Sporthallenneubau anschaut, muss man sich die berechtigte Frage stellen, ob die SSV-Halle für die Durchführung des Sportunterrichts überhaupt noch genutzt werden kann“, so Ursel Scheurer. Die Neueröffnung des Hallenbades entspanne die Situation für die Schule aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten für den Schulsport nur zum Teil.

Eine entsprechend konzipierte Halle könnte nach Auffassung des Arbeitskreises in den Abendstunden und an den Wochenenden auch für kulturelle Ereignisse der Vereine der Stadt Waghäusel genutzt werden. Auch die Stadtverwaltung, insbesondere die Bibliothek, könnte die Halle für diverse Veranstaltungen nutzen. Durch den Bau der Halle in unmittelbarer Nähe der Schule, des Schwimmbades sowie des Sportgeländes des SSV könnte ein Sportzentrum entstehen, das der gesamten Waghäuseler Bevölkerung zugute kommt und den Stadtteil Waghäusel als Standort zentraler Einrichtungen weiter aufwerten würde.

Dienstag, 22. April 2008

Unterrichtsausfall an der Johann-Peter-Hebel-Realschule Waghäusel

Waghäuseler Elternbeirat wendet sich an Schulamt und Abgeordnete
(js). Unterrichtsausfälle und die un-befriedigende Personalsituation bei der Vertretung erkrankter Lehrkräfte kritisiert der Elternbeirat der Johann-Peter-Hebel-Realschule Waghäusel. Die Vorsitzende des Elternbeirats, Ursel Scheurer, hat sich daher mit einem Schreiben an das Schulamt und die beiden Landtagsabgeordneten Innenminister Heribert Rech und Waghäusels Bürgermeister Walter Heiler gewandt.
Bereits kurz nach Beginn des Schuljahres 2007/2008 wurde bekannt, dass drei Lehrerinnen an der Johann-Peter-Hebel-Realschule schwanger sind und vertreten werden müssen. Für eine Lehrkraft wurde die Stelle zwar ausgeschrieben, aber es gab keine Bewerber, welche die benötigten Fächer hätten abdecken können. Im Laufe des Schuljahres hat sich dann abgezeichnet, dass zwei weitere Lehrkräfte für einen längeren Zeitraum krankheitsbedingt ausfallen. Die Unterrichtsausfälle konnten teilweise durch Deputatserhöhungen und Zusatzstunden einzelner Lehrkräfte innerhalb des Kollegiums aufgefangen werden. Mittlerweile beläuft sich jedoch die Erhöhung der Deputatsstunden der Lehrkräfte, welche die Vertretungsstunden übernommen haben, auf fast ein ganzes Deputat. Der Ergänzungsbe-reich ist gekürzt und der Pflichtbereich nicht mehr vollständig abgedeckt
Insbesondere der krankheitsbedingte Ausfall der Klassenlehrerin einer neunten Klasse ist schwer zu verkraften. Die Schüler der neunten Klassen der Realschule befinden sich in der wohl wichtigsten Phase ihrer schulischen Laufbahn. ,Zum einen müssen sie sich mit dem Zeugnis der neunten Klasse entweder auf eine Lehrstelle oder eine weiterführende Schule bewerben, zum anderen beginnen bereits die Vorbereitungen für die Abschlussprüfungen im zehnten Schuljahr. „Es ist unverantwortlich, wenn gerade in dieser wichtigen Phase keine Abhilfe durch Vertretungen geschaffen wird“, findet Ursel Scheurer. Für den Geschichtsunterricht in den beiden sechsten Klassen gebe es ebenfalls noch keine Vertretung, obwohl in diesem Fach Vergleichsarbeiten anstehen.
Bereits im Februar hatte der Elternbeirat der Johann-Peter-Hebel-Realschule in Waghäusel die Untere Schulaufsichtsbehörde auf die Probleme bei der Vertretung erkrankter Lehrer aufmerksam gemacht. „Leider hat sich die Situation seither nicht zum Positiven verändert. Es gibt zur Mit-te und Ende des Schuljahres einfach keine Krankheitsvertreter mehr. Das Land hat die Krankheitsreserve zu knapp bemessen und zu wenig Lehrkräfte dafür eingeplant. Diese Entwicklung hat sich bereits im Sommer letzten Jahres abgezeichnet“, erklärt Ursel Scheurer.
„Im Interesse unserer Kinder und der Zukunft unseres Landes bitten wir die Verantwortlichen in Stuttgart, im nächsten Schuljahr für eine bessere personelle Ausstattung in unseren Schulen zu sorgen“, fordert der Elternbeirat in seinem Schreiben. Es müssten ausreichend Krankheitsvertretungen zur Verfügung stehen, damit während des ganzen Schuljahres krankheitsbedingte Ausfälle aufgefangen werden könnten. Es wäre außerdem wünschenswert, den Einsatz der Krankheitsvertreter flexibler und unbürokratischer zu gestalten, damit bei einem Krankheitsfall kurzfristig eine Vertretung der Lehrkraft gewährleistet sei.